Mit zunehmendem sozialen Wettbewerbsdruck und der schnellen urbanen Lebensweise treten psychische Gesundheitsprobleme bei Hochschulstudierenden immer stärker hervor. Zahlreiche Studien bestätigen, dass Blau-Grün-Räume mehrfach gesundheitsfördernde Effekte besitzen. Als alltägliche therapeutische Landschaft sind Blau-Grün-Räume ein wichtiger "natürlicher Rezept" und eine Umweltressource zur Förderung der psychischen Gesundheit. Die vorliegende Studie basiert auf der Theorie der visuellen Landschaftswahrnehmung und verwendet ein Experiment mit virtueller Realität und Eye-Tracking, um Augenbewegungs- und Emotionsdaten von 51 Hochschulstudierenden zu erfassen und die Wirkung visueller Merkmale von Uferbereichen auf die Aufmerksamkeitsverteilung und emotionalen Reaktionen der Studierenden zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen: Öffentlich genutzte Uferbereiche lösen signifikant mehr Blickverhalten und angenehme Emotionen aus; es bestehen Unterschiede bei der Pupillenreaktion und angenehmen Emotionen je nach Betrachtungswinkel des Uferbereichs. Die Wirkung unterschiedlicher Vegetationsdichte, Vegetationsstrukturebenen und Wasserflächen-Sichtbarkeit auf Aufmerksamkeit und Emotionen ist signifikant unterschiedlich und zeigt je nach Raumtyp und Betrachtungswinkel heterogene Merkmale, was auf Interaktionen der Uferraumeigenschaften hinweist. Die Studie trägt dazu bei, die experimentell belegte evidenzbasierte Erforschung der Mensch-Umwelt-Wahrnehmungstheorie in Blau-Grün-Räumen zu bereichern, und die Ergebnisse können als Referenz für die detaillierte Gestaltung von Uferbereichen im humanen Maßstab dienen, um empirische Unterstützung für den Bau jugendfreundlicher Uferbereiche in China zu bieten.